richtig Spielen mit dem Hund – oder erlaubtes Jagdverhalten

“richtig Spielen mit dem Hund” – Seminar mit Norbert Nitsch

Karsamstag waren meine Mädels und ich bei Norbert Nitsch von Dogs-point in Aachen zu einem Seminar, welches uns “richtig Spielen mit dem Hund” näher bringen sollte.
Petra und Norbert mit Melanie, Karl und ich hatten uns dort zu einem Arbeitstreffen im Rahmen der cumcane® Ausbildung verabredet und neben fachlichem Austausch sollte auch richtiges Spielen mit dem Hund auf dem Programm stehen. Norbert ist ausgebildeter Ekard Lind Trainer. Die Lind-Art® ist eine Methode, die schon früh auf Belohnung statt Bestrafung im Hundetraining setze; Spiel wird in dieser Ausbildungsrichtung als besonders gute Form der Belohnung erachtet, so dass “richtiges Spielen mit dem Hund” einen großen Anteil der Trainerausbildung ausmacht.
Einen Teil seines Wissen über “richtiges Spielen mit dem Hund” wollte uns Norbert also im Rahmen unseres Treffens vermitteln.

Norbert erklärte uns also die Grundlagen des richtigen Spielens mit Hunden und leitete unterschiedliche Spieleinheiten an und auch eine kleine Theorieeinheit war Bestandteil des Seminars.
Wir hatten alle, während des ganzen Tages, super viel Spaß und einige AHA-Erlebnisse.
Meine Mädels (Bonny und Kira, meine Hunde) waren glücklich und damit war ich es natürlich auch.

Veränderungen

Bereits an dem Seminartag fiel mir auf, wie selbstverständlich Kira, meine eher ängstliche Hündin, mit für sie ansonsten eher schwierigen Situationen umging.
In einer Situation hatte sie ihren Kopf zu weit in eine umgekippte Pylone gesteckt, so dass diese kurzfristig auf ihrem Kopf stecken blieb.  Ich hielt die Luft an als ich das sah, weil ich dachte: “Oh nein, jetzt ist es vorbei!” aber Pustekuchen, die tapfere Spielmaus, steckte ihren Kopf direkt und völlig unbekümmert wieder in die Pylone. Ich war restlos begeistert! Alleine dafür gebührt Norbert mein Dank!

Hier ein Blick auf’s Hütchen-Video

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Für mich völlig ungewöhnlich, löste sich Bonny plötzlich von mir und ging nochmal an den Stellen nachsehen wo wir gespielt hatten. Sie entfernt sich sonst (außer im jagdlichen Verhalten) eigentlich nie soweit von mir und ich war begeistert und werte das ebenfalls als Zeichen, dass ihr die Einheit mit Norbert Nitsch von dogs-point unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Nachhaltige Verhaltensänderung

Auch die folgenden Tage bestätigten dies: Während Kira sonst vielleicht drei Mal pro Woche im Haus ein Spielzeug umher trug und zum Spielen aufforderte, stellte ich am nächsten tag überrascht fest, dass ich sie drei Mal mit Spieli im Fang erwischte.

Am darauffolgenden Morgen weckte sie mich sogar mit Spielzeug im Fang.

Nun gut, das mag nun nicht der Wunsch von jederfrau/ jedermann sein, dennoch ist es ein deutliches Zeichen wie viel Freude ihr das Spieleseminar bereitet hat. Also bauten wir Spieleinheiten in unsere Spaziergänge ein.

Was hat das nun mit Jagen zu tun?!

Nun, zum einen bestehen gemeinsame Spiel mit den Menschen ebenfalls aus der Beutefangsequenz des Jagdverhaltens. Zum anderen bietet es dadurch eine hervorragende Möglichkeit, Ansätze von Jagdverhalten zu belohnen.

Bonny spielt, zumindest im Vergleich zu Kira, nicht so gerne. Ihr Hobby liegt eher im realen Bereich – sie geht tatsächlich gerne jagen, so dass ich immer ein Auge auf sie haben muss. Im Verlauf unserer gemeinsamen Zeit haben wir ihr Hobby recht gut in den Griff bekommen. Ich habe für sie zahlreiche Belohnungen aus dem Jagdverhalten aufgebaut und kann sie mittlerweile sehr gut lesen, so dass sie dennoch oft im Freilauf sein und ihr Hundeleben genießen kann.

Die Erfolgsmeldung – Kombination von Jagen und Spielen

Durch eine Anregung von Petra, habe ich heute versucht, die Spielsequenzen, die wir bei Norbert gelernt haben, im jagdlichen Kontext auszuprobieren.

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Im Gebüsch hinter dem Zaun hat Bonny etwas Spannendes erschnüffelt. Da auf beiden Seiten des Weges Wildzaun ist, und ich vertrauen kann, dass sie dort keine Chance auf Jagen hat, entferne ich mich von Bonny und “schleiche” mich währenddessen an ein Felldummy an.

Das Felldummy liegt zufällig auf dem Weg. Wir hatten zuvor eine “Vorlorensuche auf der Rückspur gemacht. Bonny hat das Dummy nur bis zur hälfte zu mir gebracht, als sie es ausspuckte um den Geruch hinter dem Zaun, der ihr offenbar in die Nase gestiegen war, näher zu erkunden.

Wie ihr seht, reagiert Bonny nach  nur zwei Wochen Spieltraining auf “mein Anschleichen/ Belauern” des Spielis und bricht IHRE Jagdsequenz ab um in mein Spielangebot einzusteigen!

Ein beachtliches Ergebnis, wie ich finde – vielen Dank dafür Norbert!

 

 

 

Wenn der Hund jagt – oder warum sich Jagdersatztraining auszahlt…

Was tun, wenn der Hund jagt

Heute, Ende März, ist ein diesiger Tag, wie sich unschwer an meinem Foto erkennen lässt.

Jagdersatztraing bei Thinking Dog
Diesiger Laubwald Ende März im Sauerland

Bald beginnt die Brut- und Setzzeit in NRW, d.h. die Wildtiere bekommen ihre Jungen und benötigen deshalb besonderen Schutz. Wenn Ihr also Hund jagt, ist die Lösung vorerst einfach, er muss zwingend angeleint werden. Was man aber zeitgleich tun kann, wenn der Hund jagt, dass erfahren Sie in diesem Artikel. Ich versuche auch über die Hintergründe aufzuklären warum der Hund jagt und wie ich damit umzugehen gelernt habe und wie mich meine Hündin immer wieder positiv überrascht

Jeder hat sein Päckchen zu tragen – das ist unseres

Als ich mich damals für die Rasse meiner Hunde entschieden habe, war mir wichtig, dass sie groß und kurzhaarig sind. Zudem wollte ich keinen Jagdhund haben. Schnell war dann sie Wahl auf die großen Schweizer Sennenhunde gefallen, von denen man sagt, dass sie verlässliche Beschützer sind, aber keine Jäger. Perfekt also!

Ich habe also keine typischen Jagdhunde (eigentlich sind sie, ganz rassetypisch, eher von der Kategorie Couchpotatoe (offiziell sind es Hof- und Wachhunde)), aber seitdem Bonny im Alter von etwa sieben Monaten ein aufgeregt gackerndes Huhn, welches aus Nachbars Garten den Weg über unseren Zaun gefunden hat, verfolgt hat, hat sie ihre Leidenschaft fürs Jagen entdeckt. Seit diesem einem Zufall ist sie einem kurzen Jagdausflug nicht abgeneigt, sofern sich die Gelegenheit bietet. Mein Hund jagt also doch…

Wenn der Hund jagt: “…Ach, das sind ja nur Vögel…!”

In den Anfängen ihres neuen Hobbys hatte sie eine Vorliebe für Vögel. Sehr schnell ist sie dann auch auf größere Säugetiere umgestiegen.  Die Vögel dienten für sie quasi als Übungsobjekt um sich auf “Größeres” vorzubereiten.
Und während ich bei Vögeln scheinbar noch einigermaßen entspannt bleiben konnte – schließlich können die ziemlich sicher entfliehen, verhält sich das bei Säugetieren nochmal ganz anders.  Abgesehen davon besteht ja selbst bei Vögeln die Gefahr, dass nicht nur dem vermeintlichem Beutetier doch etwas passieren kann, es gibt ja zusätzlich noch die Gefahr ungewollter Straßenüberquerungen und ähnlich schlimme Szenarien, die durch einen unkontrollierbar jagenden Hund entstehen können.

Die schlechte Nachricht wenn der Hund jagt

Da der “Jagdtrieb” (heute spricht man eigentlich von jagdlich motivierten Hunden und nicht mehr von Trieb) genetisch verankert ist, lässt sich das Jagen nur schwer unterbrechen.
Jagen dient ganz ursprünglich dem Beschaffen von Futter. Und selbst wenn das “Erlegen der Beute” nicht vollzogen wird, werden unglaublich viele Glückshormone im Körper des Hundes ausgeschüttet, die dafür sorgen, das das Jagdverhalten des Hundes (vorerst) bestehen bleibt und beibehalten wird. Alles andere wäre ja auch biologisch nicht sinnvoll.

Wenn der Löwe das Gnu einmal verfehlt und dann denkt, och das war nur anstrengend und hat Energie gekostet, dass lass ich zukünftig, würde er verhungern… und so ähnlich läuft die Geschichte auch noch bei unseren geliebten Vierbeinern ab. Selbst dann noch wenn sie bei uns im Laufe der Domestikation schon seit zehntausenden Jahren (überwiegend) gefüttert werden und gerade in der westlichen Welt eigentlich nicht hungern müssen wenn sie die Beute nicht erwischen. Die Natur hat also vorgesehen, dass auch bei Misserfolgen das Jagdverhalten der Hunde erst einmal sehr robust ist, d.h. es lässt sich nicht einfach verhindern oder unterdrücken. – Das ist die schlechte Nachricht.

Gibt es eine gute Nachricht wenn der Hund jagt?

Das Jagdverhalten besteht nicht einfach nur aus Jagen. Es setzt sich aus mehreren kleineren Segmenten zusammen. Es gibt unterschiedliche Varianten dieser Zusammensetzung. Ich orientiere mich hieran:

Jagen besteht aus folgenden einzelnen Verhaltensweisen:
Orientieren – Fokussieren – Beschleichen – Hetzen – Packen – Töten – Fressen

Bevor wir wahrnehmen, dass der Hund jagt, muss er sich also zunächst orientieren. Nimmt er Beute wahr, wird diese fokussiert.
Man kann sich das gut vorstellen, wenn man wieder an den Löwen denkt, der sich ein einzelnes Gnu aus einer Herde von Tausenden selektiert und dieses, und nur dieses wird dann auch bejagt, was sich durch anschleichen weiter ankündigt. Hetzen, packen töten und fressen ist, glaube ich, selbsterklärend…

Wenn der Hund jagt, ist das individuell!

Je nach Veranlagung des Hundes unterscheiden sich diese Sequenzen erheblich. Bei einigen sind einige Teile z. B. durch züchterische Selektion sehr groß geworden und andere dafür kleiner oder sind quasi gar nicht mehr vorhanden. Spezialisten sind z. B. Hütehunde, deren “Jagd-“Sequenz (Hüten ist aus dem Beutefangverhalten entstanden) aus Orientierung und Fokussierung und Hetzen besteht, die nachfolgenden Sequenzen dafür überwiegend nicht mehr vorhanden sind. Bei Treibhunden findet sich zudem noch das Packen in der angelegten Beutefangsequenz.

So hat jede Hunderasse aber auch jeder individuelle Hund seine ganz eigene Jagdsequenz

Jagen ist komplex

Aber zurück zum Thema; Jagdverhalten ist also komplex und wo bleibt nun die gute Nachricht?
– DAS ist die gute Nachricht: Hier können wir einsteigen!
Wenn das Beutefangverhalten, also das Jagen in seine unterschiedlichen Sequenzen zerlegt betrachtet wird, gibt es Belohnungsmöglichkeiten! “Wie jetzt?”, fragst du dich vielleicht, “ich soll das Jagen belohnen?”

wenn der Hund jagt, soll ich das Jagen belohnen???

Und ich sage:” Ja, unbedingt!” Wie ich oben schon schrieb ist das reine Verbieten eher nicht von Erfolg gekrönt. Zudem lässt es unsere Hunde ohne sich um ihre Emotionen zu kümmern zurück. Wenn ich aber belohne, kann ich erlaubte Ersatzhandlungen anbieten.

Schaut man sich  die Jagdsequenz nochmal genauer an:

  • Orientieren
  • Fokussieren
  • Beschleichen
  • Hetzen
  • Packen
  • Töten
  • Fressen.

Am Wildtier selbst kann ich die ersten drei Bestandteile bedenkenlos (mit entsprechender Distanz) erlauben.

Hetzen, Packen, “Töten” und Fressen kann ich an einem frei lebenden Tier natürlich nicht erlauben.

“Die Freieheit eines jeden einzelnen hört da auf, wo sie die Freiheit eines anderen einschränkt.

Allerdings kann ich sogar die letzten drei Sequenzen dann erlauben, wenn es um Ersatzbeute geht.

Also die gute Nachricht lautet, es gibt, wenn man Regeln beachtet und bereit ist zu trainieren, jede Menge Möglichkeiten für Belohnungen und für Interaktion zwischen Hund und Mensch.

Was heißt das konkret?

Seit Beginn von Bonnys Jagdleidenschaft arbeiten wir also daran ihr Hobby in geordnete Bahnen zu leiten:
Wir haben Belohnungen aus den Bestandteilen der Jagdsequenz aufgebaut und mit Signalen belegt.
Als Wachhund liebt Bonny ihre Gegend zu scannen – im Kontext des Jagens also die Orientierungsreaktion. Oft steht sie an den Sauerländer Abgründen und blickt die Abhänge hinunter und lässt sich die Gerüche in die Nase treiben und scannt mit den Augen ob sie nicht irgendwo was spannendes zum Jagend entdeckt. Beide Verhalten (Scannen und Riechen) haben nun einen Namen (Glotzen und Sniff).
Bei beiden ist mir wichtig, dass sie währenddessen ruhig steht. Das habe ich sehr oft belohnt und kann nun beide Verhalten auf Signal auslösen.

Fragst du dich jetzt:  “Was habe ich davon?”

Es verschafft mir zum einen Zeit:
Während Bonny schnuppert oder “glotzt” bleibt sie stehen. Das sind wertvolle Sekunden die ich mir sichere falls Bonny ihrer Leidenschaft frönen will.

Zum anderen kann ich durch richtig gute Belohnungen Verhalten verstärken. Und aus der Trainingslehre weiß man, dass Verhalten welches verstärkt wird häufiger und länger andauernd gezeigt wird.

Zudem hat sie einen zuverlässigen Rückruf auch der wird immer wieder trainiert und sehr hochwertig belohnt.

Zudem habe ich im Laufe der Zeit gelernt, Bonny gut zu lesen. Ich sehe mittlerweile, wenn sie einen spannenden Geruch in der Nase hat. Das setzt allerdings voraus, dass ich sie sehe…

Was vermuten lässt, dass die Sache doch noch einen Haken hat

Aber nein. Dadurch, dass Bonny tolle Belohnungsmöglichkeiten von mir bekommt, hat sie ebenfalls gelernt dass es sich lohnt in meiner Nähe zu bleiben. Sie liebt es Dinge gemeinsam mit mir zu erleben und entscheidet sich mittlerweile auch im Kontext von Wildsichtung sehr oft lieber gemeinsame Dinge mit mir zu tun anstatt einem Reh hinterherlaufen zu wollen…

Viel Spaß beim Trainieren!!!

#PositiveTrainingRockt

 

6 Tipps für ängstliche Welpen

Was tun bei ängstlichen Welpen?

Überlegen wir erst einmal was der Hintergrund dieser Frage ist:
Der Welpe verlässt etwa im Alter von 8 bis 12 Wochen seine Familie und damit auch seine bisher bekannte Welt.
Auf den Welpen prasseln viele neue Situationen ein – alles ist zunächst anders und ungewohnt.
Je nach Herkunft  – und was die Welpen beim Züchter oder ihrer Ursprungsfamilie kennengelernt haben –  sind sie in der Lage unterschiedlich gelassen zu reagieren und sich entsprechend an die neue Umgebung anzupassen. Das kann von sehr ängstlich bis sehr neugierig variieren und ist natürlich auch abhängig vom Charakter des jeweiligen Welpen (Shyness- Boldness- Continuum).

 

Diese Unsicherheit erkennt man leicht, wenn man dem Welpen einen neuen Gegenstand präsentiert und sich die

Welpesitzend - photo by https://unsplash.com/@branch_portraits
Foto: Branch Portraits

Nase zwar vorsichtig annähert, das Hinterteil aber möglichst lange am gleichen Fleck stehen bleibt und sich der junge Hund immer länger streckt. Oft schrecken sie auch bei ihren Erkundungen zusammen und der Hals, zuvor noch giraffengleich,  ist wieder ganz schnell auf normale Länge zurück geschrumpft.

Dieses Verhalten ist biologisch äußerst sinnvoll: Neues ist immer potentiell gefährlich! In der Natur überleben die Vorsichtigen einfach länger! Niemand, der die Reißzähne des Bären in freier Natur im Detail untersuchen wollte, hat es geschafft, sich anschließend fortzupflanzen.
Angst vor Neuartigem ist biologisch gesehen also äußert sinnvoll.

Wie aber können wir unserem ängstlichen Welpen jetzt dabei helfen, dass er Mut findet, den (ungefährlichen) Dingen auf den Grund zu gehen?

  1. Der Welpe bekommt von uns alle Zeit der Welt. Er darf Dinge in seinem Tempo erkunden.

    Welpezoegerlich - Foto: Branch Portraits
    Foto: Branch Portraits
  2. Wir können den Welpen unterstützen, indem wir uns selbst eingehend mit den Dingen beschäftigen (oder so tun, als wäre es das spannendste der Welt) und den Welpen so zu animieren, sich freiwillig! auch mit dem Gegenstand zu beschäftigen. (Der Welpe wählt dabei seinen Wohlfühlabstand.)
  3. Falls es sich um bewegte Objekte handelt, können wir evtl. dafür sorgen, dass wir Bewegung herausnehmen. Wenn beispielsweise die rollende Mülltonne unheimlich ist, können wir den Welpen Erkundungsversuche unternehmen lassen, wenn die Tonne steht.
  4. Wir können den Welpen für “sicheres Beobachten aus der Ferne” belohnen. Um im Beispiel zu bleiben: Wenn die Tonne von jemandem gerollt wird, schauen wir in einer Entfernung, in der der Welpe sich noch wohl fühlt zu und belohnen das ruhige Hinschauen. Beim Schauen setzt sich der Welpe mit der Tonne auseinander und lernt.
  5. Kommt etwas für den Welpen Unheimliches auf ihn zu und er sucht Schutz bei Ihnen, dann schützen Sie ihn bitte. Es ist elementar, dass der Welpe lernt, dass er sich auf Sie verlassen kann.
  6. Letztlich kann man auch Vor- und zurückpendeln.
    Das ist eine Trainingstechnik, die sehr schnell und effektiv ist. Da es hier auf Details ankommt, fragen Sie ihren Trainer nach entsprechender Anleitung.

Geht’s nicht ein kleines bisschen schneller?

SelbstbewussterWelpe
Foto. Andrew Pons

Wie eingangs schon erwähnt, liegt die Neugier ihres Hundes auch in seiner Persönlichkeitsstruktur verankert.
Forcieren Sie nun einen Welpen seine natürlichen Grenzen zu missachten, z. B. indem Sie den Welpen mit Leckerlis zu dem unheimlichen Objekt locken, so fügen sie zu dem “Stress” (rein körperlich empfindet der Hund Stress wenn er sich im Konflikt zwischen Annäherung und Distanz befindet) zusätzlichen Stress hinzu. Bei futterliebenden Tieren, kann es passieren, dass sie sich aufgrund des Lockmittels annähern, weil sie nur noch das Futter im Kopf haben und die “Gefahr” ausblenden. und Plötzlich befinden sie sich in einer Situation wieder, in die sie sich ohne Futter nie hineinbegeben hätten. Eine wilder Fluchtversuch startet.
Das kann mitunter gefährlich werden, sicherlich wird sich ihr Hund beim nächsten Mal eher vorsichtiger als mutiger annähern.

Meine Empfehlung lautet  also: Nein, bitte versuchen Sie nichts zu beschleunigen. Sie haben noch ein ganzes Hundeleben Zeit. Haben Sie Geduld mit sich und mit ihrem Hund. Freuen Sie sich über die kleinen Schritte.
Ihr Hund wird es Ihnen Danken und auch mein Herz haben Sie so gewonnen!

 

Woran erkenne ich eine gute Welpengruppe

Zeus unterwegs

15 Hinweise, die das Erkennen erleichtern:

Ich möchte mit meinem Welpe in eine Welpenspielstunde* – woran erkenne ich, eine “gut geführte” Welpen-Stunde?

Welpen verlassen meistens mit  der achten Woche ihr bis dahin bekanntes Universum und ziehen bei ihrer neuen Familie ein. Üblicherweise bricht dann auch der Kontakt zu ihren Geschwistern ab. Viele haben zunächst gar keine hündischen Kontakte mehr.

Hier startet das Konzept der Sozialisationsphase.

Je mehr gute Erfahrungen  der Welpe in den sensiblen Wochen machen kann, desto gelassener kann er in seinem zukünftigen Leben damit umgehen. Selbstverständlich gehören gerade Hunde als innerartliche Sozialpartner zu den Dingen, mit denen ein Welpe gelassen umgehen lernen sollte; ja sogar lernen muss!

Eine Bulldogge hat eine gänzlich andere Mimik wie ein Windspiel, ein Mops oder gar ein Shar Pei oder Briard. All diese Feinheiten (und noch viel mehr) kann oder könnte ein Welpe in einer optimal geführten Welpengruppe kennen lernen,

Kennenlernen heißt, sich in seiner individuell benötigten Zeit mit Dingen (Objekten und Subjekten) vertraut zu machen. Das Optimum wäre also eine Lerngelegenheit, in der zunächst zwei Welpen Kontakt hätten und sich entdecken könnten.

Individuelle Traumwelt

Genial wäre es wenn man in etwa das gleiche Alter oder zumindest ein ähnliches Gewicht und ein ebenbürtiges Temperament mischen könnte. Je nach Reaktion und oder Tagesverfassung der Welpen kann man diese Kleinstgruppe neu mischen, noch vergrößern oder dem Welpen, dem sogar dieses Minimum zu viel, erst mal nur zusehen lassen (Vielleicht ist er heute das erste Mal dabei und kennt weder Platz noch Leute und schon damit am Rande seiner Kapazitäten – wir vergessen zu oft, dass die Hunde auch die ganzen Gerüche zu verarbeiten haben). Jedenfalls könnte dieser überwältigte Knirps die Hunde in einem abgetrennten Bereich mit seinem Halter beobachten und später den hundefreien Platz abschnuppern und in den nächsten Stunden würden weitere Anläufe gemacht, bis dieser ängstliche Welpe, seine ersten Hundefreunde kennen lernen möchte.

Zurück aus der Traumwolke

Die Realität hat uns wieder. Gerade in ländlichen Gebieten, mit vielen Hundeschulen und ansonsten wenig menschlicher Bevölkerung, gibt es diese Welpenvielfalt leider nicht.
Während die Hundebesitzer mit dem Ziel vor Ort sind, dass ihr Welpe möglichst viele Erfahrungen sammeln soll (sinnvoller wäre: möglichst gute!), stehen die Trainer (teilweise) vor dem Dilemma, dass es nicht genügend Welpen im gleichen Alter und mit ähnlichem Aktivitätsniveau gibt.
Da werden mitunter Altersgrenzen ausgeweitet: Und Hunde, die schon deutlich älter sind, dürfen weiterhin an der Welpengruppe teilnehmen, nur um die Gruppen zu füllen.

Nein – ich habe gar nichts dagegen, altersgemischte Gruppen anzubieten. Aber Welpengruppen sind bitte mit sehr souveränen Althunden zu mischen. Pubertierende Hunde haben in Welpengruppen nichts zu suchen.
Zu oft mobben die körperlich überlegenen, die ängstlicheren Welpen. Leider ist diesbezüglich auch bei reinen Welpengruppen Achtsamkeit geboten und hier kommen wir nun zu den Tipps:

kostenlose Welpenberatung
Entspannt ins Leben

Woran erkenne ich eine GUTE Welpengruppe?

  • Die Welpenstunde ist deutlich kürzer als eine Stunde. 45 Minuten ist in meinen Augen die Höchstdauer.
  • Der Untergrund ist rutschfest und besteht -indoor wie outdoor – aus weichem Material
    (spezielle Gummimatten, Mulch, Sand, Gras, Waldboden,…)
  • Der Trainer hat umfassende neueste, wissenschaftliche Kenntnisse über Hunde. Meines Erachtens sollten auch Hundevereine über einen Sachkundenachweis (§11 TschG) verfügen, auch wenn das gesetzlich nicht verlangt wird. Erklärungen von Rudelstellung, Rangfolge, Dominanz und Sätze, die “Das machen die unter sich aus.” beinhalten, sind ein No-go. Diese Konzepte sind längst überholt.
    Eine solche Hundeschule arbeitet nicht nach neuestem, tierschutzgerechtem Wissensstand.
    (Leider bietet auch der §11 TschG kein verlässliches Qualitätsmerkmal.)
  • Es herrscht ein freundlicher Umgang mit Mensch und Tier. Verhalten wird nicht über Körpersprache (Blocken) oder Anschreien gehemmt, sondern ignoriert oder gemanagt, bis ein entsprechendes Alternativverhalten abrufbar ist.
  • Erziehungshilfen wie Stachel- oder Sprühhalsband, superdünne Halsbänder (Moxon- oder Kettenhalsbänder), Wurfketten (Fisher-Discs) sind tabu. Auch Leinenrucke (oder geschönt: Leinenimpulse), körperliche Korrekturen (zwicken, Schnauzengriff, in die Seite pieksen) erschweren Lernen, da sie das Stressniveau nach oben treiben und sind daher ein absolutes K.O. Kriterium.
  • Die Gruppe sollte nicht aus mehr als 6 Welpen bestehen. Lieber nur vier. Auch die Erhöhung der Traineranzahl bei steigender Gruppengröße verbessert den steigenden Stresslevel nicht und erschwert damit Neues zu lernen.
  • Alle Welpen sind Willkommmen. Rasse oder Mix spielt dabei keine Rolle.
  • Gerne häufig wechselnde Teilnehmer. Also kein fester Kurs, sondern fortlaufend um die Hundevielfalt sicherzustellen.
  • Es wird nicht nur gespielt. Die Welpen lernen sonst viele Dinge, die im späteren Leben mühsam wieder umgelernt werden müssen. So z.B.: anderer Hund = Tobeeinheit.
  • Spieleinheiten sollten unbedingt von vielen und lange andauernden Entspannungssequenzen unterbrochen werden. Lernziel sollte sein, dass die Welpen auch in Anwesenheit anderer Hunde entspannen können.
    Gerne können kleine,spielerische Lerneinheiten folgen.
  • Die Spielaktionen dauern nur kurz und werden unterbrochen wo es notwendig ist.
    Fängt ein Hund an zu mobben oder aufzureiten, unterbricht der Trainer bzw. leitet die Halter dazu an. Danach erläutert er die Situation wird für alle Anwesenden und schult so die Fähigkeit aller Halter Ihre Hunde gut zu beobachten und ein Gefühl für die Situation zu entwickeln.
  • Lernziel sollte auch eine gute Umweltgewöhnung sein, also angepasst wackelige Untergründe, verschiedene Bodenbeläge, Vorhänge, Tunnel, sonstige Enrichmentartikel oder geeignete Objekte in der normalen Umwelt sollten vorhanden sein und ins die Stunden eingebunden werden.
  • Aufgrund der, oben erwähnten, wechselnden Teilnehmer, passt der Trainer die Übungsaufgaben individuell angepasst. Bei unterschiedlichem Leistungsstand kann nicht jeder das gleiche von seinem Hund erwarten. Darauf geht ein guter Trainer ein.
  • Individuelle Fragen, die den Rahmen der Stunde nicht sprengen, beantworten die Trainer bereitwillig. Insgesamt bemüht sich der oder die Trainer den Hundebesitzern viel vom Ausdrucksverhalten der Welpen/ Hunde zu vermitteln, damit die Besitzer ihren Hund besser kennen lernen aber auch andere Hunde besser deuten können.
  • Eine gute Hundeschule wird immer zulassen, das man eine Stunde ohne Hund zusehen kann um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Nehmen Sie das Angebot wahr!

 

Alles andere sind Tierversuche

Achtung, es wird leicht zynisch:
Einen Welpen in eine schlecht geführte Welpengruppe zu stecken, fällt meiner Bewertung nach unter die Kategorie: Experiment  –  Sie starten also gewisserweise  einen Tierversuch!

Definition Experiment:

Das Experiment kann (…) darin bestehen, (…) eine bis dahin nicht beobachtete Situation herbeizuführen und sich vom Ergebnis „überraschen zu lassen“  (Quelle: Brockhaus zit. nach  Wikipedia)

 

Der Besuch einer Welpengruppe ohne vorherige Informationsgewinnung ist also ein Experiment mit ungewissem Ausgang…
Schlechte Erfahrungen, die in der Zeit der sensiblen Phase gemacht werden, sitzen nachhaltig!
Diese Erfahrungen – schlimmstenfalls sind es Traumata – sind im Nachgang nur nur sehr aufwendig zu beheben.
Ich hoffe, Sie sorgen vor (Informationsbeschaffung) und lehnen vermeidbare Tierversuche ab.

Im Zweifel entscheiden Sie sich lieber für qualitativ hochwertiges Einzeltraining als in eine mittelmäßig geführte Welpengruppe zu gehen.  Ihr Welpe wird es Ihnen danken.

Ich wünsche Ihnen und ihrem Welpen gute Entscheidungen und hoffe, dass Sie eine gute Welpenschule finden!

Leinenaggression – Das Umfeld ist (auch) entscheidend

entspannt gucken

Leinenaggression!

…zumindest in diesem Fall war das Umfeld ausschlaggebend…
Irgendwie hat es sich in unser Leben geschlichen… Kira, meine eigene Hündin, rastet in der Begegnung mit anderen Hunden aus. Sie springt in die Leine, bellt, knurrt, “geht nach vorne”…
– Wie schrecklich, der Hund der Hundetrainerin “funktioniert” nicht vorbildlich!

Kiras Lieblingsstrategie war es, sich mitten auf den Weg zu setzen, und zu warten bis der fremde Hund nah genug kam um dann zu explodieren. Der Leidensdruck war bei allen hoch, zumal knapp 40 Kilogramm explodierende Masse nicht leicht zu bändigen sind! Ebensowenig wie 40 Kilogramm festsitzende Masse fortzubewegen sind.

Zeit und Raum

War es mir möglich Kira früh genug ansprechen, konnte ich sie umorientieren und die Distanz vergrößern, so dass sie aus einiger Entfernung ruhig gucken konnte. Manchmal war Ausweichen aber nicht mehr möglich und dann folgte oben beschriebenes Szenario… schrecklich für alle Beteiligten!

Lernmöglichkeiten  – Technik alleine reicht nicht

Unser ganzes Repertoire an Techniken, wie Umorientierung, Click for Blick, U-Turn und Co, halfen uns also nicht, ein neues, stabiles Verhalten bei Kira aufzubauen. Zu selten trafen wir andere Hunde an denen wir vernünftig üben konnten. Mit zwei großen, überwiegend schwarzen Hunden ist man mitunter sehr einsam im Sauerland :-).

Entweder trafen wir niemanden oder die Hundehalter nahmen schon von weitem reiß aus oder sie liefen ihre Hunde ständig ermahnend (oder schlimmeres) im Stechschritt an uns vorbei.

Wir schwankten also zwischen, “noch keine Lernsituation” oder “zu angespannt um zu lernen”- Situation.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an seine Schulzeit und in welchen Umgebungen er/ sie am schnellsten und nachhaltigsten lernen konnte?

Spaß muss es machen!

Richtig! Es waren entspannte Situationen mit freudigen Überraschungsmomenten die uns Schüler*innen die schönsten Aha-Erlebnisse beschert haben. Und so war es auch bei uns:

Arbeitsurlaub mit Ute Blaschke-Berthold (cum-cane® )

Wir fuhren zu einem einwöchigen Seminar auf dem wir uns um Kiras Hundebegegnungsproblematik kümmerten.

Kleinschrittig übten wir unsere bekannten Techniken. (Kiras Herrchen übte mit ihr – ich hatte ja schließlich Urlaub 🙂 ). Und trotz der unbekannten Umgebung (bedeutet zusätzlich Stress), wurde Kira zunehmend entspannter.
Mir ging das Herz auf. Ein weiträumiger Garten, mehrere Hunde darin und unsere “Kampfziege” hatte nur noch Augen für ihr Herrchen, spielte ausgelassen und konnte sich selbst von Hunden, die mit Quietschies (ihrem absoluten Lieblingsspielzeug) spielten, umgehend abwenden und sich anderen schönen Dingen mit Herrchen zuwenden…

Leinenaggression adé - Entspannung am See
Entspannung am See

Generalisierung

Nun lernen Hunde ja ortsbezogen, d.h. nur weil sie im Wohnzimmer Sitz machen können heiß das noch lang nicht, dass es auch überall auf dem Spazierweg klappt.
Also blieb noch abzuwarten, ob unsere Kira, das neu gelernte Verhalten auch an anderen Orten zeigen können würde. Überraschenderweise bot uns die Rückreise schon einige Generalisierungsgelegenheiten:

Plötzlich inmitten von Hunden

Nicht nur im Training, auch auf dem Weg von Bayern zurück ins Sauerland braucht es (eigentlich) Pausen. Also verließen wir die Autobahn und suchten uns ein geeignetes, ruhiges Plätzchen (wie wir dachten) und stiefelten los. Der schöne Ort war allerdings offenbar bei allen ansässigen Hundehaltern bekannt: Auf unserer kurzen Runde, die eigentlich zur Entspannung gedacht war, trafen wir sieben fremde Hunde! Nicht immer gab es die Ausweichmöglichkeiten, die ich mir gewünscht habe (teilweise Elektrozaun beidseitig des Weges) und trotzdem:

Geschafft

Kira, die vor unser Seminarwoche bei Ute, in zehn Metern Abstand an der Leine ausgerastet ist, hat es bei allen Hunden geschafft! Sie blieb ruhig, konnte Futter nehmen, und das obwohl wir nur noch Trockenfutter hatten.

An einem Hund mussten wir vorbei, der sichtbar Angst hatte. Im Gespräch ergab sich, dass dieser Hund als Welpe gebissen wurde. Die Situation war fürchterlich angespannt, trotzdem ging Kira locker trabend vorbei. Ein anderer Hund wurde hektisch ins Fuß genommen – auf mich wirkte der Hund gestresst – lief aber artig neben seinem Menschen. Als er nach einigen Metern wieder frei laufen durfte, machte er umgehend einen ( für ihn befreienden?) Mäusesprung. Diese schnelle Bewegung erschreckte Kira, und sie wuffte einmal und drohte in alte Verhaltensweisen zu kippen. Unser U-Turn gefolgt von einem Laufspiel brachte sie jedoch wieder auf Spur.
Ein Boxer wurde am Halsband geführt, was ihn noch weiter aufrichtete und für Kira bedrohend gewirkt haben muss, trotzdem blieb unser Mädchen entspannt.

entspannt gucken
Seele baumeln lassen

Ich bin so stolz:

Auf Ute und Alex (derzeit Studi von Ute), aufs Herrchen und natürlich auf Kira
und, dass wir uns entschieden haben den Urlaub am Meer gegen die Lernwoche bei Ute einzutauschen…

Warum oute ich mich eigentlich?

Warum ich das schreibe fragt ihr euch?
Dieser Artikel ist vermutlich nicht die beste Werbung für mich…
Oberflächlich betrachtet zumindest nicht!

  • Es ist ein Plädoyer für gutes Hundetraining mit gewaltfreien Methoden.
  • Es zeigt, dass eine Woche intensives Training Welten verändern kann.
  • Es bestätigt mich in meinem Weg und daran möchte ich mich erinnern
  • Es ist auch ein Plädoyer  gegen vorschnelle Urteile und eins dafür, sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass (Hundetrainer-) hunde perfekt funktionieren müssen. Es sind Hunde, die ihre Geschichte haben. Genau wie andere Hunde auch ihre Geschichte haben. Und einige Hunde haben zum Beispiel schlechtere Startvoraussetzungen (Tierheim, Ausland, …) als andere und einen längeren Weg zu absolvieren.
  • Ich möchte euch darin bestätigen an euren individuellen Hundeproblematiken dran zu bleiben, der als Junghund gebissene Hund, der sich vor jeder Hundebegegnung fürchtet, bricht mir das Herz!
  • und es ist ein Plädoyer für Supervision. Auch Experten tut es gut, sich von anderen Experten auf die Finger schauen zu lassen und sich weiter zu bilden.
  • Und ein kleines bisschen soll es natürlich auch Werbung für individuelles Einzeltraining sein, bei dem man konzentriert und fokussiert an den Herausforderungen seines Hundes und/ oder des Menschens am anderen Ende der Leine arbeiten kann.
  • Nicht zu vergessen: Es ist natürlich auch eine Ode an meinen Hund und selbstverständlich an meinen Freund, der sich bereit erklärt hat als Quotenmann zur Verfügung zu stehen und der durchaus gewillt ist, Wiederholungstäter zu werden!

 

 

Gewaltfreiheit im Hundetraining

Thinking Dog ist nun Mitglied der Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Warum Mitglied einer Schweizer Initiative?

Da das Schweizer Tierschutzgesetz dem deutschen in vielen Punkten weit voraus ist, wollte ich ein Zeichen setzen und mich eben diesen strengeren Bedingungen anschließen.

Warum überhaupt der Anschluss an eine Initiative?

Ich möchte Stellung beziehen! Jede Hundeschule wirbt mittlerweile mit Gewaltfreiheit und positiver Verstärkung. Die Schlagworte sind mittlerweile “ausgelutscht” und nichtssagend, dass mir der Anschluss an eine Organisation, die sich für wissenschaftlich fundiertes Training einsetzt, sinnvoll vorkommt und Ihnen die Sicherheit gibt, dass Sie durch meine Trainingsanleitungen bei Ihren Hunden nach wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen trainiert werden. Nur weil man etwas schon immer so gemacht hat, muss es nicht richtig sein.
In den letzen zehn Jahren gab es mehr neue Erkenntnisse über das Lernverhalten von Hunden als in den hundert Jahren zuvor! 

Warum Thinking Dog?

Auf meiner Facebookseite habe ich ein Bild geteilt, auf dem sinngemäß steht:  Strafe im Training zu benutzen ist wie Umweltverschmutzung, man sieht die Zerstörung nicht immer (sofort)…
Sicher ist aber, die Zerstörung ist da – und auch wenn sie nur klein und fast unbedeutend erscheinen mag, so ist sie auf jedenfalls eines ganz sicher: unnötig!

Initiative für Gewaltfreies Hundetraining
Initiative für Gewaltfreies Hundetraining

Aus diesem Grund und mit den erforderlichen Trainingswerkzeugen (Übungen) ausgestattet,
bin ich sicher, dass es möglich ist, hündisches Verhalten, welches den jeweiligen Menschen unpassend erscheint, zu verändern ohne den Einsatz von Gewalt. Wie dieses Möglich ist, erläutere ich gerne bereits (theoretisch) im Erstgespräch, so dass Ihr Einsatz relativ gering bleibt, sollte Ihnen meine Vorschläge nicht zusagen! Selbstverständlich bin ich auch in Sachen Grunderziehung ein geeigneter Ansprechpartner.

Sprechen Sie mich an: 02905-71 90 31

 

Verstärker: Kaffee kann den Hundealltag beeinflussen

Belohnungszene - knipseline / pixelio.de

Lerntheorie praktisch angewandt

es begab sich zu morgendlicher Zeit als das Brot alt war – meine Augen waren noch dick und halbgeschlossen, mein Gehirn lief nur auf Notstrom – dass die Hunde die erste, angebackene Brotscheibe als Leckerli bekamen (nein das wird kein Aufruf zu gesunder Hundeernährung)…

Offenbar lief dieses Szenario häufiger ab. Jedenfalls konnte sehr bald festgestellt werden, dass die Hunde, die noch friedlich im Schlafzimmer schlummerten, plötzlich aufsprangen und sich überschlugen um in die Küche auf ihre Plätze zu laufen und dort artig und aufmerksam beobachten zu können wie noch die erste Scheibe Brot abgeschnitten wurde…
Aufgefallen ist mir das aber erst, als ich eines Morgens länger als mein Freund im Bett liegen blieb (ja, das kommt auch mal vor :-)), da die Hunde ansonsten gemütlich mit mir in die Küche schlendern wenn ich das Frühstück vorbereite.
Jedenfalls wurde mir nach einiger Zeit klar, dass schon das Drücken der Kaffeemaschine für die Hunde zum Signal geworden war, dass bald die Brotmaschine (korrekter wäre der Allesschneider) betätigt werden würde.
An diesem Zeitpunkt setzen meine

Überlegungen zur Lerntheorie

ein:

Was heißt denn eigentlich Verstärker und warum primär?

Ein Verstärker ist eine Belohnung, die ein Verhalten häufiger, schneller, länger oder zumindest gleichbleibend auftreten lässt. Primär bedeutet “zuerst vorhanden” oder “wesentlich”. Ein primärer Verstärker befriedigt also ein wesentliches Bedürfnis des Hundes. Grundbedürfnisse des Hundes unterschieden sich nicht wesentlich von denen des Menschen, so sind zum Beispiel folgende Punkte Bedürfnisse, die wir unseren Hunden erfüllen können:

Belohnung
knipseline / pixelio.de
  • Futter, Wasser (= Nahrungsaufnahme)
  • Körperliche Bewegung
  • Seeking System (= Erkundungsverhalten)
  • Sicherheit und Ruhe
  • Sozialkontakte (zu Menschen und Hunden)

Brot (= Futter) ist also offensichtlich eine starke Belohnung für meine Hunde und entspricht einem primären Verstärker. Das Geräusch der Brotmaschine kündigt die erste Brotscheibe an. Hier ist also das Geräusch zu einem sekundärem Verstärker (Verstärker zweiter Ordnung) geworden, der den primären ankündigt. und bereits Vorfreude auslöst, was an den Sabberfäden aus den Schnauzen meiner Hunde klar ersichtlich ist (Stichwort: Pawlowsche Glocke).
Das Betätigen der Brotmaschine wurde jedoch nicht immer mit Brot belohnt, das entspricht einer variablen Belohnung (im geplanten Training folgt dem sekundärem Verstärker allerdings immer der primäre). Solche Verstärkungsgeschichten (mal wird belohnt und mal nicht) sind besonders schwer wieder aufzulösen, da der Hund lange versuchen wird, was er tun muss, damit er wieder zu seine Belohnung kommt – schließlich war er vorher auch schon oft erfolgreich. Variable Verstärkung setzt man im Hundetraining gezielt ein um besonders löschungsresistentes Verhalten zu formen.

Was hat es nun mit dem Kaffee auf sich?

Offenbar wird die Kaffeemaschine bei uns häufig direkt vor dem Betätigen der Brotmaschine bedient, so dass sie für meine Hunde zu einem tertiären Verstärker geworden sind (Verstärker der dritten Ordnung, der den sekundären und primären ankündigt).
Tertitäre Verstärker verwende ich im Hundetraining z.B. beim doppelten Rückruf, bei dem ein Silbenstrom  (tertiärer Verstärker (Belohnung), der sekundären (Markerwort) und primären vorhersagt) dem Hund beim Rückruf wieder zu mir angelt (ankert). Konkret bedeutet das, wenn ich meine Hunde mit dem Doppelten Rückruf rufe, mache ich sie auf mich aufmerksam (Umorientierungssignal), beginne mit dem Silbenstrom (tertiärer Verstärker) mit dem ich erst aufhöre, wenn meine Hunde bei mir sind, in meine Nähe bekommen sie den Click oder das Markerwort (sekundärer Verstärker) und erst danach gibt es die Futter- oder sonstige Belohnung (primäre Bedürfnisbefriedigung)…

 

Für weitergehende Informationen über Verstärker, empfehle ich das Buch von Viviane Theby, Verstärker verstehen (Buch7 (der Link zu dem empfohlenen Buch) fördert übrigens mit 75 Prozent soziale und ökologische Projekte und ist aus meiner Sicht eine echte Alternative zu Amazon).

 

Welche lustigen (nicht geplanten) Verknüpfungen haben eure Hunde gemacht? Erinnert euch meine Geschichte an Erlebnisse mit eurem Hund?

Bedürfnisorientiert! – warum ich so arbeite, wie ich arbeite

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de

Kreatives Training setzt Grenzen UND berücksichtigt Bedürfnisse

Letzte Woche hatte ich eine Konversation über die Erziehung von Hunden, speziell von Jagdhunden. Mein Gegenüber Jägerin, im Besitz von ausgebildeten Jagdhunden.
Ihre These: Jagdhunde kann man nicht nur mit Heititei und Wattebauschwerfen erziehen.
Da frage ich mich nun, was mit Heititei gemeint ist?

Hier ein Erklärungsversuch aus meiner Sicht:

Meine Vorstellung ist, dass ich mit meinen Hunden friedvoll zusammen leben möchte. Ich möchte nicht, dass sie aus Furcht vor Strafe gehorchen, sondern weil sie Spaß daran haben,  gemeinsam Dinge mit mir zu machen.
Gleichzeitig ist auch mir bewusst, dass Hunde, gerade in der heutigen Zeit, nicht nur und immer und überall Hunde sein dürfen, sondern sich Regeln zu unterwerfen haben, die wir Menschen ihnen auferlegen (z.B. unerlaubtes Jagen ist verboten).

Mein Trainingsansatz zielt darauf ab, das „gutes“ Verhalten, welches vor dem unerwünschten Verhalten gezeigt wird zu verstärken. Wenn ich dieses noch erwünschte Verhalten also belohne, wird dieses Verhalten länger und häufiger gezeigt. Fällt meine gewählte Belohnung in das aktuelle Bedürfnisschema des Hundes, kann ich damit ein gutes Alternativverhalten aufbauen. Die Betonung liegt hier auf „gut“.
Konkret heißt das: Belohne ich das kurze Verharren (Vorstehen) vor dem Hetzversuch des Hundes, mit zB einem alternativen Hetzspiel (von mir initiiert), so wird der Hund den Auslöser „Wild“ mit stehenbleiben und anschließendem Hetzspiel mit seinem Halter assoziieren und dieses bei entsprechendem Trainingsstand selbständig anbieten. Bis der Hund dieses Verhalten sicher anbietet, wird er (mindestens stellenweise) an der Schleppleine geführt um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Oben genannter Abschnitt wäre meine Idee von „Heititei“.

Vorstehhund - Gabi Eder / pixelio.de

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de - Vorstehen ist bedürfnisorientiert
Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de

Wenn ich nun aber die Ansicht habe, dass das Alternativverhalten des Hundes bei Wildsichtung sein soll, dass er sich platt auf den Boden presst (Down mit Kopfablegen) um das Wild möglichst aus seinem Sichtfeld zu haben und nicht Gefahr zu laufen doch hinterher zu hetzen, dann gehe ich konform. Dieses Verhalten wird nicht (leicht) mit Heititei umsetzbar sein. Warum? Für den Hund lohnt sich das Verhalten schlichtweg nicht!
Während bei der „Heititeimethode“ der Hund zur Belohnung dem Wild noch hinterher sehen darf, muss sich der Hund bei der Methode der Jägerin in Enthaltsamkeit üben.
Für mich hört sich das nicht nach Spaß an…

Wer mich kennt, weiß, dass ich versuche gewaltfrei zu leben…
In der Gewaltfreien Kommunikation geht man davon aus, dass alle Menschen (Lebewesen) gleiche Bedürfnisse haben und wir uns nur in den Strategien unterscheiden. So lang ich also offen genug bei den Strategien bin, finde ich kreative Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen…

Auch mit „Heititei-Methoden“ kann ich den Hund vom Jagen abhalten, allerdings stehen hier die  Alternativen zu Beginn des Trainings nicht zwingend fest. Die Strategie ist offen, dennoch sind die Bedürfnisse klar: Der Hund möchte lauern, hetzen, packen (oder ähnliches aus seinem Jagdverhalten abspulen), der Mensch hingegen möchte, dass das Wild unversehrt bleibt (auch Hetzen schadet dem Wild), der Jäger keine Wilderei feststellen kann oder ähnliches…
Meine Strategie in dieser Konstellation ist also, der Hund darf dem Wild stehend! hinterher sehen und anschließend seine Jagdsequenzen mit dem Menschen gemeinsam ausleben… Alle Bedürfnisse aller sind (zumindest einigermaßen) erfüllt!

Vorstehen bei Wildsichtung wäre hier also ein Bedürfnis des Hundes, welche ich ihm zugestehen kann und genau hier sind wir bei bedürfnisorientierter Belohnung!

Letztlich ist (Hunde-) Erziehung eine Sache der inneren Einstellung. Finde ich es ok zu strafen, Was ist Strafe, wo fängt Gewalt an… Das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Wer sich für Gewaltfreiheit im Hundetraining entscheidet, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite!

Spaziergang mit Hindernissen – (m)ein Erfahrungsbericht: vielfältige Belohnung

Profilfoto Kira uns Bonny
Heute hatten wir einen spannenden Spaziergang, der die ein und/ oder andere Belohnung erforderlich machte. Das beste aber vorweg: Die Mädels waren großartig und haben sich alle Belohnungen redlich verdient:

Wildschwein – Schnüffeln als Belohnung

Zuerst schnüffelten die Mädels ganz aufgeregt an einem Eingang einer eingezäunten Tannenschonung, welche nach dem Christbäumefällen nur provisorisch mit Blumendraht und Maschendrahtzaun geflickt war. – Bei genauerer Betrachtung meinerseits, hing unten ein Stückchen Wildschweinkittel. Das arme Schwein muss sich einen ordentlich Streifen Fell aus seiner Haut gerissen haben…
Solche Momente kann man nutzen um Umweltbelohungen aufzubauen. Hierzu verknüpft man das Schnüffeln mit einem Signal, so dass man es als Belohung einsetzen kann.
Den Mädels genügte nach einiger Schnüffelzeit ein einfaches “Weiter” um sich dennoch bereits gut aufgeregt mit mir fort zu bewegen…

Rehe – Gucken als Belohung

Zehn Meter weiter war der Zaun zu Ende. Plötzlich stürmten beide Mädels Richtung Wegkante und Abhang. Kira hatte ihre Vorderpfoten schon ins schneebedeckte Laub gegraben und wollte gerade durchstarten, als beide durch ein “Stop” verharrten  und sie sich auf dem Absatz umdrehten um sich eine großzügige geworfene Futterbelohnung ab zu holen…
Dann lief es völlig entspannt weiter, die Mädels schnüffelten den Spuren auf dem Weg entlang und “glotzen” mal in die Wälder – während ich wohl immer ein Auge auf den beiden aber dennoch meinen Gedanken nachhängend weiter schlenderte…herrlich!

Partymeile  Flitze-Belohnung mit Apportieren

Dann stürmte Bonny plötzlich los. Der steile Anstieg in den Wald wurde mit einem Sprung überwunden. Das müssen Rehe sein! war mein erster Gedanke. Aber hier lag ich falsch. Bonny hatte sich die Tobestelle von ihr und ihrem besten Kumpel ausgeguckt um heute mal alleine zwischen den Bäumen zu flitzen… Da mein Hirn einige Zeit brauchte um das zu erkennen und ich vorher mein “Fellchen” auf dem Weg drapiert hatte, schickte ich sie zu einer Wegerücksuche (als Übung und Belohnung) los. Kira war schneller – natürlich haben beide ihre Belohnung erhalten. Kira fürs Finden, mit Bonny habe ich dann noch schnell einen Apportübungsteil eingeschoben.

Maulwurf
– Erkundung bzw Leckerlisuchen als Belohung

Der Rückweg verlief bis kurz vors Auto ereignislos, bis ein offenbar suizidgefährdeter Maulwurf einen halben Meter vor uns den Weg kreuzte.
Kira kam sofort in den Genuss einer Superleckerlisuche – da meine Hand reflexartig die besten Belohnungsstückchen verstreut hatte.
Bonny hatte aber schon einen großen Satz gemacht und stupste mit ihre Nase das Fellbündelchen an.
“Sitz” klappte nicht – Bonny war zu aufgeregt um zu denken. Sie vibrierte förmlich. Also Geschirrgriff, und Bonny erstmal weg geführt. 2 Meter weiter klappte ein Sitz. der Maulwurf hatte sich mittlerweile im weichen Matsch eingegraben. Also habe ich es riskiert und Bonny durfte zur Belohnung noch mal hin und gucken. Gleiche Übung mit etwas weniger <Löffelchen> bei Bonny – klappte aber diesmal, sehr sehr zögerlich zwar, aber Madame saß etwa 40 cm (Nase -Maulwurfentfernung)! Unglaublich!

Nochmal, gleiche Belohnung:

Bonny darf nochmal hin. Da sie nun auch versucht ihre Pfoten einzusetzen, nehme ich sich mit dem Geschirrgriff wieder mit. Diesmal etwas weitere Entfernung. Hier darf sie zur Abregung Leckerlis suchen – obwohl es auch Frikadelle zu finden gäbe, kann Bonny sich kaum konzentrieren –

Fang mich – Laufspiel als Belohnung

Mein Versuch sie weitergehend (und ansprechend) mitzunehmen scheitert. Ihre Nerven liegen blank – sie rennt zurück; mein “Stop” und auch mein “Doppelter Rückruf” scheitern [Notiz an mich selbst: unbedingt wieder in leichten Situationen üben]. Mittlerweile liegen etwa 30 Meter zwischen uns, Kira ist die ganze Zeit freudig und leckerlisuchend in meiner Nähe, rufe ich “Fang mich” (die Ankündigung eines Laufspiels) und meine beste Bonny wendet sich flugs ab und kommt freudig angelaufen. YEAH!
 
  • Ich bin so stolz auf meine Mädels (und den Maulwurf) und notiere für mich:
    Doppelter Rückruf ausbaufähig,
  • Fang mich = Belohnung – nicht vergessen in leichten Situationen aufzuladen,
  • Kira liebt die Wegerücksuche,
  • Bonnys Antijagd-Training trägt mittlerweile auch auf kurze Distanzen Früchte!

Und nie vergessen

  • reichlich Belohnungen dabei zu haben man weiß nie was (und wie viel) auf einem Spaziergang alles passieren kann.

Belohnungen obwohl nichts klappt!?

Wie Du siehst, hat auf unserem Spaziergang (noch) nicht alles geklappt. Gerade bei Bonny kam es zu Situationen, in der Sie Übungen auf dem aktuellen Trainingsniveau nicht meistern konnte.
Dennoch verfügen wie über eine reiches Übungs- und auch Belohnungsrepertoir, so dass wir alle brenzeligen Momente wunderbar entspannt anpassen konnten.

Schimpfen, als Bonny abgehauen ist, war für mich keine Option:
Ich betrachte das als meinen Fehler: Ich habe die Situation falsch eingeschätzt und weder Abstand zum Auslöser noch Übungslevel korrekt eingeschätzt.

Solche Momente dienen meiner Reflektion:

Ich erkenne wie weit unser Training fortgeschritten ist, finde für die aktuelle Situation eine andere Möglichkeit und arbeite in den kommenden Tagen an den Dingen, die heute noch nicht zufriedenstellend geklappt haben.

So wird Training für Hund und Mensch fair!