Aug 19

Juchuuuh! ich bin seit heute auch dabei

https://www.trainieren-statt-dominieren.de/unterstuetzer [unter 59 gucken]

Im Netzwerk „Trainieren statt dominieren“ macht man sich starkt für gewaltfreies Hundetraining und ich bin seit heute Teil davon! *stolz*

 

 

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Jul 28

Wie lernt mein Hund – Abendvortrag

So lernt mein Hund

Ihr Hund soll Tricks lernen? Oder spezieller, einen guten Grundgehorsam?

Jeder Hund kann lernen!

In diesem Vortrag beschäftigen wir uns mit den Voraussetzungen, Methoden und den Konsequenzen unterschiedlichen Lernens im Hundetraining.
Welche Methoden sind effektiv? Was muss ich dabei beachten?

Warum ist ihr Vierbeiner auf dem Platz der liebste und beste und daheim und unterwegs klappt nix mehr?
Und was mache ich, wenn der Hund einfach gar  nicht macht, was ich von ihm will?

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich!

 

Jul 28

Social Walk

 

Der Social Walk ist eine spezielle Form des Spazierganges.

Er ist durch Rücksichtnahme geprägt und fördert soziales Verhalten unter den Hunden.
Alle Hunde sind jeweils angeleint. Ein Leinenkontakt ist in dieser Trainingseinheit nicht erwünscht.

Der Social Walk findet in kleinen Gruppen von maximal fünf Mensch- Hundteams statt.

Lernziele:

Erwünschtes Verhalten wird belohnt und bei unerwünschtem
Verhalten wird dem Hund eine Alternativhandlung angeboten,
sodass der Hund nach und nach lernt, unerwünschtes Verhalten
durch das jeweilige Alternativverhalten zu ersetzen.

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Erstgespräch
  • Hund mit Geschirr
  • 3-5 Meter Leine (keine Roll- oder Flexileine)
  • hochwertige, kleine weiche Leckerchen (z.B.: Käse, Wurst, gekochtes geschnittenes Herz, gekochtes geschnittenes Fleisch)
  • und/oder 1-2 Spielzeuge (z.B.: Beisswurst, Ball, Tau)
  • Aufmerksamkeitssignal sollte dem Hund bekannt sein (z.B.: „Schau“, Zungenschnalzen)

Für Junghunde

Besonders geeignet sind die Social Walks für Junghunde.
Gerade heranwachsende Hunde reagieren oft überdreht und aufgeregt
auf den Anblick anderer Hunde. Bei den Social Walks können Sie so
ihre Impulskontrolle trainieren.  

Für Hunde mit Problemverhalten

Hunde, die angeleint Problemverhalten zeigen, bekommen die Distanz, die sie benötigen.
Sie die akzeptieren (zunehmend) die Anwesenheit andere Hunden, da sie lernen können, dass ihre benötigte Individualdistanz respektiert und weder von Mensch und Hund überschritten wird.

Für Hundehalter

MIt einem Hund, der unerwünschtes Verhalten an der Leine zeigt – sei es ein Hund mit Leinenagression oder ein Junghund – ist der Hundehalter aufgrund seiner Lernerfahrungen auch oft angespannt, da er nicht weiß, wie das gegenüber reagiert. Im Rahmen der Social Walks, wird diese Anspannung genommen, sie können sich ganz auf Ihren Hund konzentrieren – eine Stimmungsübertragung (ihrer Anspannung überträgt sich auf Ihren Hund) kann somit ausgeschlossen werden. Social Walks bringen Ihnen als Hundehalter mehr Sicherheit bei Ihren Spaziergängen und Hundebegegnungen.

Social Walks eignen sich für Hunde

  • mit einer Leinenaggression
  • für übererregbare Hunde
  • für unsichere/ängstliche Hunde (die mit Artgenossen oder Menschen
    Probleme haben)
  • mit mangelhafter Sozialisation
  • mit wenig Umweltgewöhnung
  • die sich leicht durch andere Hunde ablenken lassen
  • für Junghunde, die stürmisch/wild in Gegenwart anderer Hunde sind
  • prinzipiell kann jeder Hund teilnehmen, um die Sozialkompetenz zu
    zu verbessern und zu stabilisieren. Das Alter des Hundes spielt keine
    Rolle.

Kursinhalte:

  • Sozialisierungs/Lernspaziergänge
  • Üben von Alternativhandlungen
  • Hund-Mensch-Kommunikationsübungen
  • Verbesserung des Sozialverhaltens
  • Impulskontrolle
  • Frustrationstoleranz
  • Festigung von Bindung und Vertrauen
  • Entspannungstraining

Anmeldung erforderlich

Social Walk

Apr 12

Gewaltfreiheit im Hundetraining

Thinking Dog ist nun Mitglied der Initiative für gewaltfreies Hundetraining

Warum Mitglied einer Schweizer Initiative?

Da das Schweizer Tierschutzgesetz dem deutschen in vielen Punkten weit voraus ist, wollte ich ein Zeichen setzen und mich eben diesen strengeren Bedingungen anschließen.

Warum überhaupt der Anschluss an eine Initiative?

Ich möchte Stellung beziehen! Jede Hundeschule wirbt mittlerweile mit Gewaltfreiheit und positiver Verstärkung. Die Schlagworte sind mittlerweile „ausgelutscht“ und nichtssagend, dass mir der Anschluss an eine Organisation, die sich für wissenschaftlich fundiertes Training einsetzt, sinnvoll vorkommt und Ihnen die Sicherheit gibt, dass Sie durch meine Trainingsanleitungen bei Ihren Hunden nach wissenschaftlich neuesten Erkenntnissen trainiert werden. Nur weil man etwas schon immer so gemacht hat, muss es nicht richtig sein.
In den letzen zehn Jahren gab es mehr neue Erkenntnisse über das Lernverhalten von Hunden als in den hundert Jahren zuvor! 

Warum Thinking Dog?

Auf meiner Facebookseite habe ich ein Bild geteilt, auf dem sinngemäß steht:  Strafe im Training zu benutzen ist wie Umweltverschmutzung, man sieht die Zerstörung nicht immer (sofort)…
Sicher ist aber, die Zerstörung ist da – und auch wenn sie nur klein und fast unbedeutend erscheinen mag, so ist sie auf jedenfalls eines ganz sicher: unnötig!

Aus diesem Grund und mit den erforderlichen Trainingswerkzeugen (Übungen) ausgestattet,
bin ich sicher, dass es möglich ist, hündisches Verhalten, welches den jeweiligen Menschen unpassend erscheint, zu verändern ohne den Einsatz von Gewalt. Wie dieses Möglich ist, erläutere ich gerne bereits (theoretisch) im Erstgespräch, so dass Ihr Einsatz relativ gering bleibt, sollte Ihnen meine Vorschläge nicht zusagen! Selbstverständlich bin ich auch in Sachen Grunderziehung ein geeigneter Ansprechpartner.

Sprechen Sie mich an: 02905-71 90 31

 

Jan 14

Verstärker: Kaffee kann den Hundealltag beeinflussen

Lerntheorie praktisch angewandt

es begab sich zu morgendlicher Zeit als das Brot alt war – meine Augen waren noch dick und halbgeschlossen, mein Gehirn lief nur auf Notstrom – dass die Hunde die erste, angebackene Brotscheibe als Leckerli bekamen (nein das wird kein Aufruf zu gesunder Hundeernährung)…

Offenbar lief dieses Szenario häufiger ab. Jedenfalls konnte sehr bald festgestellt werden, dass die Hunde, die noch friedlich im Schlafzimmer schlummerten, plötzlich aufsprangen und sich überschlugen um in die Küche auf ihre Plätze zu laufen und dort artig und aufmerksam beobachten zu können wie noch die erste Scheibe Brot abgeschnitten wurde…
Aufgefallen ist mir das aber erst, als ich eines Morgens länger als mein Freund im Bett liegen blieb (ja, das kommt auch mal vor :-)), da die Hunde ansonsten gemütlich mit mir in die Küche schlendern wenn ich das Frühstück vorbereite.
Jedenfalls wurde mir nach einiger Zeit klar, dass schon das Drücken der Kaffeemaschine für die Hunde zum Signal geworden war, dass bald die Brotmaschine (korrekter wäre der Allesschneider) betätigt werden würde.
An diesem Zeitpunkt setzen meine

Überlegungen zur Lerntheorie

ein:

Was heißt denn eigentlich Verstärker und warum primär?

Ein Verstärker ist eine Belohnung, die ein Verhalten häufiger, schneller, länger oder zumindest gleichbleibend auftreten lässt. Primär bedeutet „zuerst vorhanden“ oder „wesentlich“. Ein primärer Verstärker befriedigt also ein wesentliches Bedürfnis des Hundes. Grundbedürfnisse des Hundes unterschieden sich nicht wesentlich von denen des Menschen, so sind zum Beispiel folgende Punkte Bedürfnisse, die wir unseren Hunden erfüllen können:

Belohnung

knipseline / pixelio.de

  • Futter, Wasser (= Nahrungsaufnahme)
  • Körperliche Bewegung
  • Seeking System (= Erkundungsverhalten)
  • Sicherheit und Ruhe
  • Sozialkontakte (zu Menschen und Hunden)

Brot (= Futter) ist also offensichtlich eine starke Belohnung für meine Hunde und entspricht einem primären Verstärker. Das Geräusch der Brotmaschine kündigt die erste Brotscheibe an. Hier ist also das Geräusch zu einem sekundärem Verstärker (Verstärker zweiter Ordnung) geworden, der den primären ankündigt. und bereits Vorfreude auslöst, was an den Sabberfäden aus den Schnauzen meiner Hunde klar ersichtlich ist (Stichwort: Pawlowsche Glocke).
Das Betätigen der Brotmaschine wurde jedoch nicht immer mit Brot belohnt, das entspricht einer variablen Belohnung (im geplanten Training folgt dem sekundärem Verstärker allerdings immer der primäre). Solche Verstärkungsgeschichten (mal wird belohnt und mal nicht) sind besonders schwer wieder aufzulösen, da der Hund lange versuchen wird, was er tun muss, damit er wieder zu seine Belohnung kommt – schließlich war er vorher auch schon oft erfolgreich. Variable Verstärkung setzt man im Hundetraining gezielt ein um besonders löschungsresistentes Verhalten zu formen.

Was hat es nun mit dem Kaffee auf sich?

Offenbar wird die Kaffeemaschine bei uns häufig direkt vor dem Betätigen der Brotmaschine bedient, so dass sie für meine Hunde zu einem tertiären Verstärker geworden sind (Verstärker der dritten Ordnung, der den sekundären und primären ankündigt).
Tertitäre Verstärker verwende ich im Hundetraining z.B. beim doppelten Rückruf, bei dem ein Silbenstrom  (tertiärer Verstärker (Belohnung), der sekundären (Markerwort) und primären vorhersagt) dem Hund beim Rückruf wieder zu mir angelt (ankert). Konkret bedeutet das, wenn ich meine Hunde mit dem Doppelten Rückruf rufe, mache ich sie auf mich aufmerksam (Umorientierungssignal), beginne mit dem Silbenstrom (tertiärer Verstärker) mit dem ich erst aufhöre, wenn meine Hunde bei mir sind, in meine Nähe bekommen sie den Click oder das Markerwort (sekundärer Verstärker) und erst danach gibt es die Futter- oder sonstige Belohnung (primäre Bedürfnisbefriedigung)…

 

Für weitergehende Informationen über Verstärker, empfehle ich das Buch von Viviane Theby, Verstärker verstehen (Buch7 (der Link zu dem empfohlenen Buch) fördert übrigens mit 75 Prozent soziale und ökologische Projekte und ist aus meiner Sicht eine echte Alternative zu Amazon).

 

Welche lustigen (nicht geplanten) Verknüpfungen haben eure Hunde gemacht? Erinnert euch meine Geschichte an Erlebnisse mit eurem Hund?

Jan 11

Bedürfnisorientiert! – warum ich so arbeite, wie ich arbeite

Kreatives Training setzt Grenzen UND berücksichtigt Bedürfnisse

Letzte Woche hatte ich eine Konversation über die Erziehung von Hunden, speziell von Jagdhunden. Mein Gegenüber Jägerin, im Besitz von ausgebildeten Jagdhunden.
Ihre These: Jagdhunde kann man nicht nur mit Heititei erziehen.
Da frage ich mich nun, was mit Heititei gemeint ist?

Hier ein Erklärungsversuch aus meiner Sicht:

Meine Vorstellung ist, dass ich mit meinen Hunden friedvoll zusammen leben möchte. Ich möchte nicht, dass sie aus Furcht vor Strafe gehorchen, sondern weil sie Spaß daran haben,  gemeinsam Dinge mit mir zu machen.
Gleichzeitig ist auch mir bewusst, dass Hunde, gerade in der heutigen Zeit, nicht nur und immer und überall Hunde sein dürfen, sondern sich Regeln zu unterwerfen haben, die wir Menschen ihnen auferlegen (z.B. unerlaubtes Jagen ist verboten).

Mein Trainingsansatz zielt darauf ab, das „gutes“ Verhalten, welches vor dem unerwünschten Verhalten gezeigt wird zu verstärken. Wenn ich dieses noch erwünschte Verhalten also belohne, wird dieses Verhalten länger und häufiger gezeigt. Fällt meine gewählte Belohnung in das aktuelle Bedürfnisschema des Hundes, kann ich damit ein gutes Alternativverhalten aufbauen. Die Betonung liegt hier auf „gut“.
Konkret heißt das: Belohne ich das kurze Verharren (Vorstehen) vor dem Hetzversuch des Hundes, mit zB einem alternativen Hetzspiel (von mir initiiert), so wird der Hund den Auslöser „Wild“ mit stehenbleiben und anschließendem Hetzspiel mit seinem Halter assoziieren und dieses bei entsprechendem Trainingsstand selbständig anbieten. Bis der Hund dieses Verhalten sicher anbietet, wird er (mindestens stellenweise) an der Schleppleine geführt um unerwünschtes Verhalten zu vermeiden. Oben genannter Abschnitt wäre meine Idee von „Heititei“.

Vorstehhund - Gabi Eder / pixelio.de

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de - Vorstehen ist bedürfnisorientiert

Vorstehhund von Gabi Eder / pixelio.de

Wenn ich nun aber die Ansicht habe, dass das Alternativverhalten des Hundes bei Wildsichtung sein soll, dass er sich platt auf den Boden presst (Down mit Kopfablegen) um das Wild möglichst aus seinem Sichtfeld zu haben und nicht Gefahr zu laufen doch hinterher zu hetzen, dann gehe ich konform. Dieses Verhalten wird nicht (leicht) mit Heititei umsetzbar sein. Warum? Für den Hund lohnt sich das Verhalten schlichtweg nicht!
Während bei der „Heititeimethode“ der Hund zur Belohnung dem Wild noch hinterher sehen darf, muss sich der Hund bei der Methode der Jägerin in Enthaltsamkeit üben.
Für mich hört sich das nicht nach Spaß an…

Wer mich kennt, weiß, dass ich versuche gewaltfrei zu leben…
In der Gewaltfreien Kommunikation geht man davon aus, dass alle Menschen (Lebewesen) gleiche Bedürfnisse haben und wir uns nur in den Strategien unterscheiden. So lang ich also offen genug bei den Strategien bin, finde ich kreative Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigen…

Auch mit „Heititei-Methoden“ kann ich den Hund vom Jagen abhalten, allerdings stehen hier die  Alternativen zu beginn des Trainings nicht zwingend fest. Die Strategie ist offen, Dennoch sind die Bedürfnisse klar: Der Hund möchte lauern, hetzen, packen (oder ähnliches aus seinem  Jagdverhalten abspulen), der Mensch hingegen möchte, dass das Wild unversehrt bleibt (auch hetzen kann Wild schaden), der Jäger keine Wilderei feststellen kann oder ähnliches…
Meine Strategie in dieser Konstellation ist also, der Hund darf dem Wild stehend! hinterher sehen und anschließend seine Jagdsequenzen mit dem Menschen gemeinsam ausleben… Alle Bedürfnisse aller sind erfüllt!

Vorstehen bei Wildsichtung wäre hier also ein Bedürfnis des Hundes, welche ich ihm zugestehen kann und genau hier sind wir bei bedürfnisorientierter Belohnung!

Letztlich ist (Hunde-) Erziehung eine Sache der inneren Einstellung. Finde ich es ok zu strafen, Was ist Strafe, wo fängt Gewalt an… Das sind Fragen, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Wer sich für Gewaltfreiheit im Hundetraining entscheidet, dem stehe ich gern mit Rat und Tat zur Seite!

Jan 04

Spaziergang mit Hindernissen – (m)ein Erfahrungsbericht

spannender Schneespaziergang heute:
Zuerst schnüffelten die Mädels ganz aufgeregt an einem Eingang einer eingezäunten Tannenschonung, welche nach dem Christbäumefällen nur provisorisch mit Blumendraht und Maschendrahtzaun geflickt war. – Bei genauerer Betrachtung meinerseits, hing unten ein Stückchen Wildschweinkittel. Das arme Schwein muss sich einen ordentlich Streifen Fell aus seiner Haut gerissen haben…
Den Mädels genügte nach einiger Schnüffelzeit ein einfaches „Weiter“ um sich dennoch bereits gut aufgeregt mit mir fort zu bewegen…
Zehn Meter weiter war der Zaun zu Ende. Plötzlich stürmten beide Mädels Richtung Wegkante und Abhang. Kira hatte ihre Vorderpfoten schon ins schneebedeckte Laub gegraben und wollte gerade durchstarten, als beide durch ein „Stop“ verharrten  und sie sich auf dem Absatz umdrehten um sich eine großzügige geworfene Futterbelohnung ab zu holen…
Dann lief es völlig entspannt weiter, die Mädels schnüffelten den Spuren auf dem Weg entlang und „glotzen“ mal in die Wälder – während ich wohl immer ein Auge auf den beiden aber dennoch meinen Gedanken nachhängend weiter schlenderte…herrlich!
Dann stürmte Bonny plötzlich los. Der steile Anstieg in den Wald wurde mit einem Sprung überwunden. Das müssen Rehe sein! war mein erster Gedanke. Aber hier lag ich falsch. Bonny hatte sich die Tobestelle von ihr und ihrem besten Kumpel ausgeguckt um heute mal alleine zwischen den Bäumen zu flitzen… Da mein Hirn einige Zeit brauchte um das zu erkennen und ich vorher mein „Fellchen“ auf dem Weg drapiert hatte, schickte ich sie zu einer Wegerücksuche („Finden“) los. Kira war schneller – natürlich haben beide ihre Belohnung erhalten. Kira fürs Finden, mit Bonny habe ich dann noch schnell einen Apportübungsteil eingeschoben,
Der Rückweg verlief bis kurz vors Auto ereignislos, bis ein offenbar suizidgefährdeter Maulwurf einen halben Meter vor uns den Weg kreuzte.
Kira kam sofort in den Genuss einer Superleckerlisuche – da meine Hand reflexartig die besten Belohnungsstückchen verstreut hatte.
Bonny hatte aber schon einen großen Satz gemacht und stupste mit ihre Nase das Fellbündelchen an.
„Sitz“ klappte nicht – Bonny war zu aufgeregt um zu denken. Sie vibrierte förmlich. Also Geschirrgriff, und Bonny erstmal weg geführt. 2 Meter weiter klappte ein Sitz. der Maulwurf hatte sich mittlerweile im weichen Matsch eingegraben. Also habe ich es riskiert und Bonny durfte zur Belohnung noch mal hin und gucken. Gleiche Übung mit etwas weniger <löffelchen> bei Bonny – klappte aber diesmal, sehr sehr zögerlich zwar, aber Madame saß etwa 40 cm (Nase -Maulwurfentfernung)! Unglaublich! Nochmal, gleiche Belohung: Bonny darf nochmal hin. Da sie nun auch ihre Pfoten einsetzt, nehme ich sich mit dem Geschirrgriff wieder mit. Diesmal etwas weitere Entfernung. Hier darf sie zur Abregung Leckerlis suchen – obwohl es auch Frikadelle zu finden gäbe, kann Bonny sich kaum konzentrieren – Kira gefällt das!
Mein Versuch sie weitergehend (und ansprechend) mitzunehmen scheitert. Ihre Nerven liegen blank – sie rennt zurück; mein „Stop“ und auch mein „Doppelter Rückruf“ scheitern [Notiz an mich selbst: unbedingt wieder in leichten Situationen üben]. Mittlerweile liegen etwa 30 Meter zwischen uns, Kira ist die ganze Zeit freudig und leckerlisuchend in meiner Nähe, rufe ich „Fang mich“ (die Ankündigung eines Laufspiels) und meine guteste Bonny wendet sich flugs ab und kommt freudig angelaufen. YEAH!
 
  • Ich bin so stolz auf meine Mädels (und den Maulwurf) und notiere für mich:
    Doppelter Rückruf ausbaufähig,
  • Fang mich = Belohnung – nicht vergessen in leichten Situationen aufzuladen,
  • Kira liebt die Wegerücksuche,
  • Bonnys Antijagd-Training trägt mittlerweile auch auf kurze Distanzen Früchte!

Und nie vergessen

  • reichlich Belohnungen dabei zu haben man weiß nie was (und wie viel) auf einem Spaziergang alles passieren kann.
 
 

Status-Update

[timed-content-server hide=“07/28/2016 07:15 Europe/Berlin“][/timed-content-server]am 1.12. 2015 wird in der Praxis von Tierisch Gesund Arnsberg ab 18:00 Uhr ein

Vortrag über Geräuschangst bei Hunden

angeboten.
Gerade im Hinblick auf den bevorstehenden Jahreswechsel eine gute Möglichkeit um sich über Entstehung, Prophylaxe und Trainingsmöglichkeiten sowie geeignete Managementmaßnahmen zu informieren!

Für den Vortrag wird ein Unkostenbeitrag von 10,00 € erhoben, der an der Abendkasse zu entrichten ist.

Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Veranstaltung im Terminkalender

Oder melden Sie sich direkt hier an!

[/timed-content-server]

Nov 09

„Thinking Dog“? Denken leicht gemacht…

Thinking Dog? Was soll denn der Name?

Der Hund

War bis vor einigen Jahren noch umstritten, dass Tiere im allgemeinen oder Hunde im speziellen überhaupt Gefühle haben, ist heute wissenschaftlich gesichert, dass Hunde sowohl Gefühle haben, wie auch denken können (Man spricht ihnen vergleichsweise etwa die Denkfähigkeit von zweijährigen Kindern zu).

Nun gibt es aber zwei Zustände in einem Hundehirn (bei Menschen kommen diese auch vor):

  • den denkenden Zustand und
  • den reflexiven Zustand.

Im reflexiven Zustand, übernimmt beim Hund (und bei anderen Säugetieren auch) das Reptiliengehirn die Kontrolle. In diesem Gehirnbereich werden Flucht- und Kampfreaktionen gesteuert.
Befindet sich der Hund also in diesem Modus kann er keine neuen Signale erlernen sondern nur noch reagieren. Nur im denkenden Zustand (das im Prefrontalen Cortex verortet) ist es dem Hund möglich, neue Strategien zu erlernen.

Habe ich nun einen Hund, der z. B beim Anblick von anderen Hunden reaktiv ist und möchte ich das Verhalten nachhaltig ändern, arbeite ich zunächst über die Distanz um den Hund im denkenden Zustand zu behalten und dann in weiterer Entfernung neue Bewältigungsmöglichkeiten für den Hund zu finden. Sind diese ausreichend trainiert, kann man die Distanz wieder verringern.

Die Werkzeuge

Des Weiteren arbeite ich gerne mit Übungen, die es dem Hund ermöglichen länger in dem denkenden Zustand zu bleiben, bzw. wie mit einem Schalter, wieder in den denkenden Zustand zurückgebracht zu werden.

Der Hund muss beim Clickertraining denken, was das gewünschte Ziel sein könnte

Hund beim Clickertraining – Aufgabe war den Blumentopf mit der rechten Pfote zu berühren

Grundsätzlich arbeite ich auch gerne mit dem Clicker oder einem Markerwort über welches man mit dem Hund ausgezeichnet kommunizieren kann. Ursprünglich fanden diese Techniken im Tricktraining Verwendung; Hier wird speziell bei der Technik des (freien) Formens die Denkleistung des Hundes benötigt um neue Verhaltensweisen zu trainieren.

Der Mensch

Übrigens haben Studien herausgefunden, dass neue Verhaltensweisen mit dem Clicker trainiert bis zu 2/3 schneller trainiert waren als mit dem Markerwort. Spannend wäre gewesen um wie viel langsamer die neuen Verhaltensweisen gekonnt worden wären ohne eine der beiden Techniken…
Und hier schließt sich der Kreis, mitunter hat eben auch der Mensch zu denken und zu lernen. Auch dabei bin ich gerne mit meinem kynologischen Fachwissen behilflich!

Aus den vorgenannten Bausteinen erklärt sich glaub ich ganz gut warum es ausgerechnet „Thinking Dog“ sein musste:
Wer nicht denkt, kann nicht lernen!
Wer lernt, kann (über)-denken und alternatives Verhalten zeigen!

 

Nov 02

Ich bin zertifizierte Hundetrainerin!

Endlich! Am 17.10. 2015 war es soweit, 14:20 Uhr sollte meine Abschlussprüfung auf dem Gelände der Pfotenakademie in Marl zur Hundetrainerin beginnen.
Die Prüfung bei der ATN AG besteht neben der theoretischen Prüfung auch aus einer mündlich-praktischen Prüfung.
Es werden Fragen zu dem theoretischen Wissen mit einem Prüfer diskutiert und ein Kundengespräch simuliert.
Im praktischen Teil wird ein fremdes Mensch-Hund-Team zur „Verfügung“ gestellt, mit dem man innerhalb von 25 Minuten drei Übungen anleiten muss.
Hierbei ist eine Übung bereits vorher bekannt und somit vorzubereiten, des Weiteren wird eine Lieblingsübung demonstriert und zusätzlich eine weitere, zuvor unbekannte Übung, die sich erst in dem Fachgespräch ergibt.

Die Herausforderung besteht zum einen darin, dass man weder Hund noch Halter und damit auch nicht Leistungsstand, Eigenarten und Schwierigkeiten kennt, zum anderen aber definitiv auch darin überhaupt drei Übungen innerhalb der kurzen Zeit anzuleiten. Schließlich wollte das fremde Team ja auch begrüßt und die wichtigsten Details erfragt werden, auch mussten diverse Ortswechsel vorgenommen werden um jeweils eine geeignete Lernumgebung zu schaffen.
Leinenführigkeit am Wachtelgehege ist für Anfangsübungen mit jagdlich interessierten Hunden denkbar ungeeignet…

Mein simuliertes Kundengespräch begann so: „Meine dreijährige Neufundländerhündin steigt keine Treppen.“

Neufundländer aufgenommen von Ingo Meinhard / pixelio.de

Ingo Meinhard / pixelio.de

Hier war meine Aufgabe durch geschicktes Nachfragen die komplette Problemsituation zu erfassen und im Nachgang geeigenete Trainingstrategien kundengerecht zu erklären. Obgleich die Prüferin hier mit mir sehr zufrieden war und ich mich hier vorab auch am sichersten gefühlt habe – ich liebe es, den Dingen auf den Grund zu gehen – , war ich aufgrund der geringen Hintergrundgeschichte relativ unzufrieden.

Trotz der Schwierigkeiten, der sich alle Prüflinge stellen mussten, konnte sich sowohl mein Ergebnis als auch das Gesamtergebnis sehen lassen: Fünf von sechs angetretenen Prüflingen haben bestanden und ich bin eine davon!

Nachfolgend mein Abschlusszeugnis:
ZeugnisMündlichPraktischeAbschlussprüfungATN

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